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Der digitale Nachlass

Mit Urteil vom 12. Juli diesen Jahres hat sich der BGH ganz klar für die Rechte der Hinterbliebenen eingesetzt. Soziale Netzwerke müssen den Erben Zugang zum Benutzerkonto und den darin enthaltenen Kommunikationsinhalten gewähren. Nach bald 6 Jahren ist nunmehr ein wichtiges Thema im Hinblick auf den digitalen Nachlass höchstrichterlich entschieden. Ob dies auch für E-Mails und Whatapp &Co. gilt bleibt abzuwarten.

Wenn Sie also Ihre digitalen Inhalte vor dem Zugriff der Erben schützen wollen, müssen Sie aktiv tätig werden und entscheiden, was mit Ihren Daten passier. Sie sollten deshalb lieber selbst das Heft in die Hand nehmen und sich bei Ihren Netzwerken erkundigen, welche Regelungen im Falle eines Todes eingreifen. Teilweise können Sie selbst maßgeblich Einfluss nehmen und regeln, wer wann Zugriff bekommen soll.

Der digitale Nachlass muss von Ihnen folglich ähnlich wie der „reale“ in die Erbplanung miteinbezogen werden. Denn auch bezüglich Ihrer Immobilien oder Bankkonten stellt sich die Frage: Wollen Sie die Regelung, die der Gesetzgeber für Sie vorgesehen hat? Wollen Sie es riskieren, dass Ihr geschiedener Mann oder das ungeliebte Schwiegerkind erbt? Oder wollen Sie selbst aktiv Einfluss nehmen?

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Weitere Blogbeiträge

Stellen Sie sich bitte folgende Situation vor: Sie regeln Ihren Nachlass in allen Einzelheiten, Sie geben sich jede denkbare Mühe, Ihren letzten Willen zu formulieren und möchten sichergehen, dass dieser Wille auch von allen Beteiligten respektiert wird.
Mit Blogbeitrag vom 11. August diesen Jahres hatte ich Ihnen bereits einen Überblick über die Möglichkeiten der Testamentsvollstreckung gegeben. Der nachfolgende Beitrag zeigt auf, wie unerfahrene oder böswillige Erben den Nachlass gefährden oder gar vernichten können.
Egal wie viel Mühe man sich mit seinem künftigen Nachlass gibt, wenn der Fall der Fälle eintritt, können Sie selbst die Erbauseinandersetzung nicht mehr überwachen. Die Lösung dieses Problems liegt in der Bestimmung eines Testamentsvollstreckers. Hierbei handelt es sich um eine sachkundige Person Ihres Vertrauens, die nach Ihrem Tod dafür Sorge trägt, dass Ihre Anordnungen fachgerecht umgesetzt werden. Der Testamentsvollstrecker hat die Aufgabe, Ihren Nachlass auseinanderzusetzen und, wenn erforderlich, zu verwalten.
Ein nicht seltenes Beispiel zeigt, dass der Vertragsgestalter sowohl das materielle Recht, als auch die steuerlichen Folgen der Schenkung im Auge haben muss.
Ein Ehepaar, beide vorgerückten Alters, hat eine abbezahlte Immobilie aber keine Erben oder nur entfernte Verwandte, die dafür nicht in Betracht kommen. Beide haben eine zwar auskömmliche Rente, die aber durchaus noch etwas üppiger ausfallen könnte.
Wie kann bei Erhalt der Substanz eines Einfamilienhauses, welches zum Wohnen genutzt wird, gleichwohl ein überschießender Wert für den Lebensunterhalt nutzbar gemacht werden.

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