Ehegattenerbrecht

Da der Ehegatte mit dem Erblasser nicht verwandt ist, gehört er nach den Bestimmungen des BGB zu keiner Ordnung der gesetzlichen Erbfolge. Das Ehegattenrecht ist daher durch das Gesetz, abhängig vom Güterstand der Ehe, gesondert geregelt.

Haben Sie sich von Ihrem Ehepartner getrennt, hat das keine Auswirkung auf das gesetzliche Erb- und Pflichtteilsrecht. Das Erbrecht Ihres Ehegatten bleibt bestehen. Wollen Sie das Erbrecht Ihres getrennt lebenden Ehegatten ausschließen, müssen Sie ihn testamentarisch enterben.

Auseinandersetzungen vermeiden

Ehegattenerbrecht - Güterstand Zugewinngemeinschaft

Liegt kein Ehevertrag vor, der das Güterrecht abweichend regelt, so gilt der gesetzliche Güterstand der Zugewinngemeinschaft. Danach erbt der Ehegatte neben Kindern die Hälfte. Die andere Hälfte des Erbes teilen sich die Kinder zu gleichen Teilen.

Bei einer notariell vereinbarten Gütertrennung ist die Sachlage eine andere. Der Ehegatte erbt hier neben Verwandten der ersten Ordnung nur zu einem Viertel, sind nur ein oder zwei Kinder vorhanden, erben der Ehegatte und die Kinder zu gleichen Teilen, also bei zwei Kindern je zu einem Drittel.

Weiterführende Informationen

Was erbt der Ex-Partner, wenn kein Testament oder Erbvertrag vorliegt? Das regelt die gesetzliche Erbfolge.

Ihr Ex-Partner soll nicht vom Erbe profitieren. Regeln Sie das durch Testament oder Erbverträge.

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Wem steht eine Lebensversicherung im Erbfall zu?

Ehe ohne Trauschein – Fallstricke Teil 5

Die vorangegangenen Beiträge haben aufgezeigt, dass der Überlebende einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft nicht gerade auf Rosen gebettet ist, weder steuerlich noch rechtlich. Gibt es Abhilfe?

Digitaler Nachlass & digitales Vermögen

Bis vor wenigen Jahren definierte sich der Nachlass eines Verstorben meist aus dessen realen Hinterlassenschaften wie Geldvermögen, Immobilien, Edelmetalle, Gesellschaftsanteilen und weiteren Nachlassgegenständen. Immer häufiger ist nun auch vom sogenannten digitalen Nachlass die Rede.